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Was bleibt 2 Monate nach der Russian Kettlebell Certification (RKC)?

Der erste Tag

Ich habe mich circa 2 Monate nach der RKC hingesetzt und die Zertifizierung noch einmal Revue passieren lassen. Zum einen wollte ich etwas Abstand gewinnen, zum anderen hatte ich noch einige Projekte und Klausuren in der Hochschule innerhalb der nächsten 5-6 Wochen vor mir. Außerdem hatte ich mich entschieden den C-Trainer Breitensport im Karate zu absolvieren. Dieser startete auch gleich schon das darauffolgende Wochenende. Aber wieder zurück zur RKC. Gleich am ersten Tag stand das Wiegen an um die Snatchsize-Kettlebell zu ermitteln. Ein wenig zittern war angesagt, da ich meine Kalorienzufuhr erhöht hatte um meine maximale Wiederholungsanzahl bei der Military Press zu steigern und ich doch sehr nah an die Grenze rangekommen bin. Das war mir im Karate noch nie passiert und ein ganz neues Gefühl aber ich hatte Glück und das Gewicht passte perfekt. Somit konnte ich mit der 20 Kg Kettlebell Snatchen wie ich es trainiert hatte. In meiner „Gewichtsklasse“ gab es aber gar keinen anderen, auch bei der 22 kg Kettlebell gab es lediglich einen Kandidaten. Alle anderen mussten mit der 24 kg Kettlebell vorliebnehmen. Somit hatte ich meistens die Ehre mit Tim (ebenfalls ein RKC-Kandidat) die Übungen und Workouts zu absolvieren. Was sich als gar nicht als so schlecht herausstellte da Tim und ich gut harmonierten, wir uns gegenseitig motivierten und antrieben.

Die RKC Community

Hier möchte ich auch gleich auf einen Punkt eingehen was von den drei Tagen bleibt. Nämlich die Bekanntschaften welche an diesem Wochenende geschlossen wurden. Der Zusammenhalt und das gemeinsame Interesse innerhalb der RKC Community hat mich stark beeindruckt und ich freue mich schon riesig auf das RKC Summer Camp um die Bekanntschaften weiter zu stärken und neue Bekanntschaften zu schließen. Das Techniktraining bestand darin, dass jede Übung mit den Vorübungen aufgebaut wurde um sie so zu lernen, wie sie später bei den Anfängern unterrichtet werden. Das heißt, dass nicht mit dem Kettlebell Snatch begonnen wurde, sondern erst einmal mit dem Kettlebell Swing und hier wiederum mit den Vorübungen um den Swing zu erlernen wie zum Beispiel dem Kreuzheben. Natürlich wurde jede Vorübung ausführlich geübt und der erste Tag verging wie im Flug.

Der zweite Tag – Snatchtest

Nach der Mittagspause am zweiten Tag war der gefürchtete Snatchtest – die erste Hürde zur RKC. Beim Snatchtest müssen 100 Wiederholungen mit der Snatchsize-Kettlebell innerhalb von fünf Minuten absolviert werden. Hier kam mir der Durchhaltewille aus dem Karate sehr zu gute. Auch wenn die Beine brennen und der Kopf sagt es geht nicht mehr einfach weitermachen und trotzdem alles geben. So gelang es mir schon das ein oder andere Mal eine knappe Niederlage noch in einen Sieg zu drehen oder eine knappe Führung über die Zeit zu bringen und als Sieger hervorzugehen. Das selbe schaffte ich beim Snatchtest bei dem ich „nur“ meinen eigenen Schweinehund überwinden musste und schließlich als glücklicher Sieger hervorging. Robert (Master RKC) und Moritz (RKC Team Leader), beide Ausbilder bei dieser Veranstaltung, ließen den zweiten Tag nach dem anstrengenden Snatchtest ein wenig entspannt ausklingen bevor es am nächsten Tag an das Techniktesting ging.

Dritter Tag – Techniktesting

Beim Techniktesting wurde mir der Clean fast zum Verhängnis, ich hatte viele Cleans in der Vorbereitung absolviert aber zufrieden waren weder Moritz noch ich. Schließlich lieferte Darius den entscheidenden Tipp und ich konnte den Clean einigermaßen sauber ausführen. Inzwischen nach weiteren vielen hundert Cleans bin ich deutlich zufriedener aber es bleibt noch eine Baustelle. Am Nachmittag folgte dann noch die Lehrprobe welche ich ohne Probleme bestand und abschließend stand noch das Grad Workout an. Dieses absolvierte ich wieder gemeinsam mit Tim wobei jeder seine Snatchsize-Kettlebell dabeihatte. Heißt, wir beide trugen unsere Kettlebell immer mit, während der andere die Übungen absolvierte. Die anderen „Teams“ hatten immer nur eine Kettlebell. Das tat dem Spaß jedoch keinen Abbruch und durch Motivation der Ausbilder und Besucher rockten wir auch das Grad Workout und ich freue mich schon auf viele weitere solcher Workouts beim Summer Camp! Was bleibt also noch? Ein weit besseres Verständnis für Bewegung und Technikausführung in den Big Six des Hardstyle Kettlebells. Dazu kommt natürlich die Verbesserung innerhalb der Big Six, besonders der Cleans, und die entwickelte Vorliebe für die ehemals nicht so geliebte Military Press. Danke hier nochmal an Moritz der mir geholfen hat das Gewicht der Military Press zu steigern um die RKC zu bestehen! Inzwischen wird die 24 Kg Kettlebell erfolgreich gepresst!

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